Bewerbung schreiben

Bewerbungsmappe – Anschreiben – Lebenslauf – Bewerbungsfoto …

Häufig wird bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und den Bewerbungsvorbereitungen ein fieser Mitspieler stark unterschätzt: die Zeit. Von der ersten Recherche bis zum unterschriebenen Vertrag gehen oft einige Monate ins Land, manchmal sogar über ein Jahr.
Informiere dich also frühzeitig über Bewerbungsfristen auf einzelne Stellen, geh rechtzeitig zum Fotografen und plane Zeit zum Schreiben der Bewerbung ein! Das erfordert etwas Organisation und vor allem Durchhaltevermögen!

I want you for good: in Freiburg, Offenburg, Lörrach, Villingen-Schwenningen, Tuttlingen und Umgebung suchen viele Unternehmen Talente – Talente wie dich!

Bewirb dich jetzt! Wir sagen dir, wie du ein Anschreiben formulierst, wie du einen Lebenslauf erstellst und was du bei deinem Bewerbungsfoto beachten solltest.

Wann soll ich mich für einen Ausbildungsplatz bewerben?

Du willst direkt nach deinem Schulabschluss in eine Ausbildung oder ein Duales Studium starten? Dann solltest du dir am besten schon im vorletzten Schuljahr überlegen, in welchem Beruf du eine Ausbildung du machen möchtest. Tipps zur Berufsorientierung findest du hier →

Spätestens zu Beginn deines letzten Schuljahres beginnt für dich dann die „heiße" Bewerbungsphase.

Die meisten betrieblichen oder dualen Ausbildungen beginnen am 1. August bzw. 1. September und die Unternehmen starten ihre Suche nach Auszubildenden schon ein Jahr zuvor. Die genauen Bewerbungszeiträume sind natürlich in jeder Branche und von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich.

Informiere dich also so früh wie möglich, bei wem du dich um eine Ausbildung bewerben möchtest und welche Bewerbungsfristen das Unternehmen vorgibt.

Besonders früh bewerben musst du dich in der Regel für eine Ausbildung bei Banken, Versicherungen und in großen Unternehmen. Auch der Öffentliche Dienst, das Hotel- und Gastgewerbe und die IT-Branche starten ihre Suche nach Bewerbern oft schon im August und September des Vorjahrs. Im November endet meistens auch die Bewerbungsfrist in Unternehmen aus Handel, Handwerk und Baugewerbe, ebenso wie bei kleinen und mittelständischen Firmen. Spätestens im März und April ist dann ein Großteil der Ausbildungsplätze für den Herbst belegt und die Suche nach Auszubildenden abgeschlossen.

Die folgende Abbildung zeigt dir die wichtigsten Termine im Überblick: (Klick auf das Bild für eine größere Darstellung! →)

Wie soll ich mich entscheiden?

Nicht selten stehst du am Ende deiner Recherche vor dem Problem, dich entscheiden zu müssen: „Auf welche Ausbildungsangebote soll ich mich denn nun bewerben?“ Wer sich nicht entscheiden kann und sich deshalb gleich für 30 oder mehr Stellen auf einmal bewirbt, kann sich sicher sein, dass darunter die Qualität seiner Bewerbungen leidet.

Um den Überblick zu behalten, ist es also besser, wenn du dich erst einmal nur auf drei oder fünf Stellen bewirbst und dafür mit Sorgfalt vorgehst. Für welche Unternehmen du dich dabei entscheidest, liegt natürlich ganz bei dir. Es kann zum Beispiel hilfreich sein zu vergleichen, was die jeweiligen Betriebe ihren Auszubildenden bieten. Wichtig können z.B. die Zukunfts- und Karrierechancen sein, oder welche Sicherheiten dir als Azubi geboten werden. Klar: auch die Bezahlung ist wichtig.

Aber am wichtigsten ist, dass du eine Ausbildung findest, die dir Spaß macht und deinen Fähigkeiten entspricht, und dass du bei deinem zukünftigen Arbeitgeber viel lernen und dich dort wohlfühlen kannst.

Wie bewerbe ich mich erfolgreich?

Eine erfolgreiche Bewerbung zu schreiben ist mit einiger Arbeit verbunden. Aber die Mühe lohnt sich! Im Idealfall bekommst du eine Ausbildungsstelle und hast damit den Start in ein eigenständiges Berufsleben geschafft.

Das Wort „Bewerbung“ sagt eigentlich schon alles aus: Mit einer Bewerbung machst du Werbung für dich selbst! Es geht also darum zu zeigen, warum das Unternehmen gerade dich einstellen soll. Dein zukünftiger Arbeitgeber muss sich anhand deiner Bewerbung überlegen, inwiefern du sein Unternehmen mit deinen Erfahrungen, Talenten und Interessen bereichern kannst und ob du in der Lage bist, die geforderten Leistungen zu erbringen. Wichtig ist, dass man deine Motivation erkennt und das Gefühl bekommt, dass du wirklich mit Lust und Engagement an die Ausbildungsstelle herantrittst.

Das bedeutet auch, deine Bewerbung immer auf das jeweilige Unternehmen anzupassen. Man merkt sofort, ob du dir Mühe gegeben hast und dich zielgerichtet an einen bestimmten Betrieb wendest oder ob du nur Adresse und ein paar Wörter aus einer alten Bewerbung (oder, noch schlimmer, einer Mustervorlage!) geändert hast.

Welche Bewerbungsformen gibt es?

Je nachdem, bei welchem Unternehmen du dich bewirbst, können unterschiedliche Formen der Bewerbung gefragt sein. Zum Beispiel:

Die drei häufigsten Bewerbungsformen sind die Bewerbung per Post, per E-Mail und per Online-Formular.

Meistens steht schon in der Stellenanzeige, welche Art der Bewerbung das Unternehmen erwartet. Halte dich unbedingt an die Bewerbungsform, die verlangt wird!

Bei großen Unternehmen ist heute oft die Bewerbung über ein Online-Formular auf der firmeneigenen Website üblich. Du füllst dabei eine vorgegebene Eingabemaske aus, zum Beispiel mit Angaben zu deiner Person, deiner schulischen Laufbahn und deinen Kenntnissen.

Für die Bewerbung per Post und E-Mail erstellst du jeweils eine Bewerbungsmappe mit deinen Unterlagen, entweder in Papierform oder digital. Egal, ob du dich per Post oder per E-Mail bewirbst – die Bestandteile einer Bewerbungsmappe sind die gleichen: Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen.

Los geht’s – Das Anschreiben

Wenn du deine Bewerbungsunterlagen zusammenstellst, wirst du wahrscheinlich die meiste Zeit mit dem Verfassen deines Anschreibens verbringen. Schließlich ist es das Erste, was dein zukünftiger Arbeitgeber zu sehen bekommt, wenn er deine Bewerbungsmappe aufschlägt. In wenigen Worten musst du auf den Punkt bringen, warum dein Chef gerade dich einstellen sollte.

In der folgenden Anleitung haben wir wesentliche Tipps für dein Anschreiben zusammengefasst – Schritt für Schritt vom Betreff bis zu den Anlagen. Das Wichtigste zuerst:

  • Dein Anschreiben sollte nicht länger als eine DIN A4-Seite sein.
  • Dein Anschreiben darf keine Rechtschreibfehler enthalten.
  • Der Betreff deines Anschreibens muss klar und eindeutig sein.
  • Dein Anschreiben muss für das jeweilige Unternehmen individuell geschrieben sein.

Wie formatiere ich mein Anschreiben?

Es gibt Richtlinien, wie eine Bewerbung aufgebaut sein sollte. Für Deutschland gibt es dafür sogar eine DIN-Norm (DIN 5008), die genau regelt, wie Geschäftsbriefe und Bewerbungen gestaltet werden sollten. Wenn du die folgenden Vorgaben einhältst, kann eigentlich nichts schiefgehen:

  • Seitenränder: oben – 4,5 cm / unten und links – 2,5 cm / rechts: 2 cm
  • Schriftart: Arial, Calibri, Cambria, Helvetica oder Times New Roman
  • Schriftgröße: 11 oder 12 Punkt
  • Textausrichtung: alles (außer dem Datum) linksbündig
  • Hervorhebungen: nur die Betreffzeile wird fett gesetzt, sonst nichts!

Was gehört in den Briefkopf?

Der Briefkopf deiner Bewerbung besteht aus drei Teilen: Deiner Absenderadresse, der Anschrift des Ausbildungsbetriebs sowie Ort und Datum. Du beginnst mit deiner Absenderadresse, oben linksbündig:

  • 1. Zeile: Dein Vor- und Nachname
  • 2. Zeile: Straße und Hausnummer
  • 3. Zeile: Postleitzahl und Ort
  • 4. Zeile: Telefonnummer
  • 5. Zeile: E-Mail-Adresse

Danach folgen vier Leerzeilen und dann der Name und die Anschrift des Unternehmens. Vergiss nicht den Ansprechpartner bzw. einen Adresszusatz wie „Personalabteilung", damit deine Bewerbung an der richtigen Stelle landet!

In die nächste Zeile schreibst du deinen Wohnort und das Datum und setzt beides rechtsbündig.

Der Betreff folgt mit zwei Zeilen Abstand und wird fett gedruckt. Hier nennst du den Grund deines Schreibens, also z.B. „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als…". In einer zweiten Zeile kannst du noch ergänzen, wie du von dem Ausbildungsangebot erfahren hast. (Diese Zeile nicht fett setzen!)

Anschließend fügst du noch einmal zwei Leerzeilen ein und schreibst dann die Anrede, also „Sehr geehrter Herr XY", bzw. „Sehr geehrte Frau XY,". Nur wenn du wirklich keinen Ansprechpartner finden kannst, reicht als Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“, aber das solltest du, so gut es geht, vermeiden. Nach der Anrede wird immer ein Komma gesetzt und eine weitere Leerzeile eingefügt, bevor du schließlich mit dem ersten Satz deines Anschreibens beginnst.

Was formuliere ich den ersten Satz?

Die meisten Bewerber tun sich schwer, wenn es darum geht, den ersten Satz zu formulieren. Dabei ist dieser Satz besonders wichtig. Schließlich soll der Personaler, der dein Bewerbungsschreiben liest, neugierig werden, damit er sich auch den Rest deiner Bewerbung und den Lebenslauf anschaut. Beginne deinen Brief nicht mit langweiligen Sätzen wie „hiermit möchte ich mich für eine Ausbildung als … bewerben."


Fang das Anschreiben lieber mit deinen Stärken an oder erzähle, was dich besonders macht und von anderen abhebt. Zum Beispiel:

ich bin die allerbeste Shopping-Begleiterin – das sagen zumindest meine Freundinnen. Deshalb bewerbe ich mich um die Ausbildungsstelle als Kauffrau im Einzelhandel, die Sie auf Ihrer Website ausgeschrieben haben. …"

 bei meinem Praktikum in einem großen Medienhaus habe ich meine Leidenschaft für die Gestaltung digitaler Produkte entdeckt. Jetzt habe ich in Talente gesucht" gelesen, dass Sie ab  August 2022 einen Ausbildungsplatz als Mediengestalter anbieten, um den ich mich gerne bewerben möchte. …"

„schon im Alter von zwölf Jahren habe ich für meinen Onkel eine kleine Hochzeitstorte gebacken. Marzipan, Pralinen, Kuchen – ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mit leckeren Naschwaren anderen eine Freude zu machen. Deshalb bewerbe ich mich für den Ausbildungsplatz als Konditorin, den Sie …" 

Was gehört in den Haupttext meines Bewerbungsschreibens?

→ 1. Absatz: Im ersten Absatz erklärst du, wie du auf den Ausbildungsplatz aufmerksam geworden bist und warum du dich gerade für diesen bewerben möchtest. Falls du bereits persönlichen Kontakt in Form eines Telefonats oder eines Gesprächs auf einer Jobmesse hattest, dann ist hier die Gelegenheit darauf hinzuweisen.

→ 2. Absatz: Jetzt wird es Zeit, dich selbst ins Scheinwerferlicht zu stellen. Zuerst sagst du, was du gerade machst. Gehst du noch zur Schule? Wann und mit welchem Abschluss wirst du diese beenden?
Dann solltest du deine Stärken schildern – und zwar am besten die, die für den Ausbildungsplatz gefordert sind. Erkläre, wieso du mit deinen Fähigkeiten besonders geeignet für die Stelle bist. Mach Werbung für dich, zum Beispiel mit Formulierungen wie:

Erste Erfahrungen für die Arbeit als Kauffrau im Einzelhandel konnte ich schon im Rahmen meines BORS-Praktikums bei der Warenhaus GmbH & CO KG sammeln. …"

Seit zwei Jahren leite ich die Computer-AG an unserer Schule. Außerdem habe ich gemeinsam mit einem Freund eine App programmiert. …"

Als Kapitän unserer Handballmannschaft weiß ich, wie wichtig gute Teamarbeit ist. …"

Am Ende dieses zweiten Absatzes schreibst du, warum du die Ausbildung machen möchtest, zum Beispiel:

Mein Wunsch, Zerspanungsmechanikerin zu werden, hat sich durch meine Erfahrung während des Praktikums bestärkt. Präzises Arbeiten liegt mir sehr und mir gefällt, dass ich sowohl im Büro am Computer wie auch in der Werkstatt arbeiten kann."

→ 3. Absatz: Im dritten Absatz solltest du noch einmal auf das Unternehmen eingehen. Warum willst du gerade dort die Ausbildung machen? Am besten liest du dir die Stellenbeschreibung genau durch. Dort steht meistens, was dir das Unternehmen bietet, zum Beispiel eine persönliche Betreuung durch Ausbildungspaten, gute Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten, Auslandsaufenthalte …

Wie schließe ich mein Bewerbungsschreiben ab?

Zu guter Letzt zeigst du deinen Wunsch, einen persönlichen Kontakt herzustellen und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu bekommen. Du kannst dem Unternehmen auch anbieten, ein Praktikum zu machen. Das formulierst du zum Beispiel so:

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch."

Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Vorstellungsgespräch von meinen Fähigkeiten."

Das Anschreiben wird mit der gängigen Grußformel „Mit freundlichen Grüßen" abgeschlossen. Mit zwei Leerzeilen Abstand folgt die Unterschrift. Falls du dich online oder per E-Mail bewirbst, kannst du einfach deinen Namen eintippen. Noch besser sieht es natürlich aus, wenn du deine Unterschrift einscannst und als Bild einfügst.

Es ist üblich mit dem Zusatz „Anlagen" auf die beigefügten Seiten (Lebenslauf, Zeugnisse, …) hinzuweisen. Das Wort „Anlagen" steht mit einem Abstand von zwei weiteren Leerzeilen unter deinem Namen bzw. deiner Unterschrift, ganz unten auf der Seite.

Der Lebenslauf – Curriculum vitae

Der Lebenslauf ist (neben dem Anschreiben) der wichtigste Teil deiner Bewerbung. Auf einen Blick soll dein zukünftiger Arbeitgeber sehen, wer du bist, was du schon alles gemacht hast und warum du der perfekte Kandidat für die angebotene Ausbildungsstelle bist. Wie der Name schon sagt, beschreibst du in deinem Lebenslauf dein ganzes Leben – und zwar in tabellarischer Form auf einem einzigen Blatt Papier. Das ist gar nicht so schwierig – wir zeigen dir Schritt für Schritt wie’s geht.

Was gehört in den Lebenslauf?

  • Deine persönlichen Daten
  • (evtl. ein Foto)
  • Deine gesamte bisherige Schulbildung
  • Deine Praktikums- und Joberfahrung
  • Deine Kenntnisse (z.B. Fremdsprachen-, EDV-Kenntnisse, Führerschein)
  • Deine Interessen und Hobbys
  • Datum und Unterschrift

Muss ein Foto in meinem Lebenslauf sein?

Ein Bewerbungsfoto ist keine Pflicht. Hier findest du weitere Informationen zum Thema → 

Wie formatiere ich meinen Lebenslauf?

Am besten benutzt du die gleiche Schriftart und Schriftgröße wie in deinem Anschreiben, also zum Beispiel Calibri, 11 Punkt. Stelle dann die Seitenränder ein: links und oben jeweils 2,5 cm, rechts und unten 2 cm.

Wichtig ist, dass dein Lebenslauf möglichst übersichtlich ist. Am besten setzt du alles linksbündig (das nennt man Flattersatz). Die Überschriften der einzenen Abschnitte solltest du fett markieren und darunter eine Linie setzen. Nach den Angaben lässt du immer ein bis zwei Zeilen Abstand, bevor es mit der nächsten Überschrift weitergeht.

Was gehört in den Kopf meines Lebenslaufs?

Dein Lebenlauf beginnt mit der Überschrift „Lebenslauf" (Schriftgröße 18 Punkt) und deinen persönlichen Daten, also deinem Namen, deinem Geburtstag und Geburtsort, deiner Adresse, deiner Telefonnummer und deiner E-Mail-Adresse. Wenn du deiner Bewerbung ein Foto beifügen willst, so platzierst du es am besten rechts neben deinen persönlichen Daten.

Wie gebe ich meinen schulischen Werdegang im Lebenslauf an?

Nach deinen persönlichen Angaben folgen die Angaben zu deiner Schulbildung. Du gehst am besten in chronologischer Reihenfolge vor. Links schreibst du den Zeitraum (Schreibweise von MM/JJJJ bis MM/JJJJ), dann fügst du Tabulatoren ein und schreibst rechts den Namen der Schule und den Schulort. In der letzten Zeile steht die Schule, die du aktuell besuchst. In die nächste Zeile schreibst du (ebenfalls nach rechts eingerückt), welchen Schulabschluss du voraussichtlich machen wirst und wann (MM/JJJJ).

Falls du die Schule schon abgeschlossen hast, nennst du in der letzten Zeile deinen Schulabschluss (Hauptschulabschluss, Mittlere Reife, Abitur) und deine Abschlussnote. 

Was gehört an Praxiserfahrung in meinen Lebenslauf?

Als nächstes folgen deine Praktika und Nebentätigkeiten. Auch hier steht der Zeitraum wieder links. Rechts folgt zuerst die Bezeichnung (also zum Beispiel Schülerpraktikum, Freiwilliges Praktikum, Aushilfstätigkeit …) dann der vollständige Name des Unternehmens, in dem du tätig warst. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten sind wichtige Erfahrungen, die du hier nennen solltest.

Welche Qualifikationen soll ich in meinem Lebenslauf nennen?

Als nächsten Punkt führst du unter „Kenntnisse und Interessen" erworbene Kenntnisse auf, die dich für die Ausbildung qualifizieren. Das sind zum Beispiel Sprachkenntnisse oder IT-Kenntnisse, Führerschein, usw. 

Zum Schluss kannst du noch einmal mit deiner Persönlichkeit punkten und deine Hobbys nennen. Besonders clever: Wenn dein Hobby einen Bezug zum Beruf hat, für den du dich bewirbst! Zum Beispiel: Du liest gerne und bewirbst dich um eine Ausbildung als Buchhändler. Oder du gibst „Reisen und ferne Länder" als Hobby an, wenn du Reiseverkehrskauffrau werden möchtest. Hobbys wie Fußball- oder Volleyballspielen signalisieren dem Personaler, dass du Teamgeist mitbringst. „Kochen und Backen" kann ein Hinweis darauf sein, dass du kreatives Talent hast.

Du kannst hier auch deine Lieblings-Schulfächer nennen und damit dein Interesse an einem bestimmten Beruf unterstreichen. Zum Beispiel „Kunst", wenn du einen kreativen Beruf ergreifen willst, oder „Mathematik und Physik", wenn du dich für eine Ausbildung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich interessierst.

Wie schließe ich meinen Lebenslauf ab?

Nach deinen Hobbys kommen drei bis vier Leerzeilen. Dann schließt du deinen Lebenslauf mit deinem Wohnort, dem Datum und deiner Unterschrift ab. Falls du eine Online-Bewerbung schickst, tippst du unter Wohnort und Datum mit einer Zeile Abstand deinen Namen.

Anlagen zur Bewerbung – Zeugnis deines Könnens

Dein Anschreiben ist fertig, dein Lebenslauf vollständig – jetzt fehlen noch die so genannten „Anlagen". Das sind Zeugnisse und Zertifikate, die dem Arbeitgeber zeigen, welche Qualifikationen du für die Ausbildung mitbringst. Außerdem bestätigen und ergänzen sie die Angaben, die du in deinem Lebenslauf gemacht hast.

Achte darauf, dass die Anlagen relevant für deine Ausbildung sind. Die Teilnehmerurkunde der Bundesjugendspiele aus der siebten Klasse ist für deinen Arbeitgeber vermutlich völlig uninteressant.

Welche Anlagen gehören in meine Ausbildungsbewerbung?

  • Abschlusszeugnis oder die zwei letzten Schulzeugnisse
  • Praktikumszeugnisse
  • Arbeitszeugnisse und Empfehlungsschreiben
  • Zertifikate (Sprachkurse, Lehrgänge …)
  • ggf. Gesundheitszeugnis, falls verlangt
  • ggf. polizeiliches Führungszeugnis, falls verlangt

Wie ist eine Bewerbungsmappe aufgebaut?

Bevor wir dir zeigen, wie deine Bewerbungsmappe aufgebaut wird, check lieber noch einmal, ob du alle Unterlagen beisammen hast! 
Eine Bewerbung besteht immer mindestens aus:

  • deinem Anschreiben
  • deinem Lebenslauf
  • deinem letzten Schulzeugnis

Du kannst deiner Bewerbung aber weitere Bestandteile beifügen, zum Beispiel:

  • Deckblatt
  • Motivationsschreiben (wenn gefordert)
  • weitere Schulzeugnisse
  • Praktikums-/Arbeitszeugnis(se)
  • Empfehlungsschreiben
  • Zertifikate und Nachweise

In einer Bewerbung, die du per Post verschickst, heftest du deine Dokumente hintereinander in einer Bewerbungsmappe ab.

Einzige Ausnahme ist das Anschreiben – das liegt lose auf der Bewerbungsmappe oben drauf, wird also nicht eingeheftet. Check noch einmal, ob das aktuelle Datum drauf ist und ob du es unterschrieben hast!

(Wie du bei E-Mail-Bewerbungen vorgehen musst, kannst du hier → nachlesen.) 

In die Mappe hinein kommen dann die einzelnen Dokumente in folgender Reihenfolge:

→ 0. Deckblatt (optional): Wenn du ein Deckblatt benutzt, dann wird es vor dem Lebenslauf an erster Stelle in deine Bewerbungsmappe eingeheftet. Auf das Deckblatt kommt dann auch dein Bewerbungsfoto. (Du musst aber kein Foto mitschicken!)

→ 1. Lebenslauf: Wenn du kein Deckblatt hast, dann heftest du deinen Lebenslauf ganz oben in die Bewerbungsmappe ein. Das Foto klebst du oben rechts auf deinen Lebenslauf, wenn du kein Deckblatt hast. (Du musst aber kein Foto mitschicken!)

→ 2. Zeugnis(se): Das aktuellste Schulzeugnis kommt zuerst. Wenn du deinen Schulabschluss schon in der Tasche hast, dann schickst du dein Abschlusszeugnis. Bist du noch in der Schule, dann kommt mindestens dein letztes (Halb-) Jahreszeugnis in die Bewerbungsmappe. Manche Ausbildungsbetriebe verlangen aber auch die letzten zwei bis drei Schulzeugnisse.

→ 3. Zertifikate + Bescheinigungen: Diese ordnest du nach Wichtigkeit: als erstes deine Praktikabescheinigungen, dann die Bescheinigungen über Nebenjobs und zum Schluss Zertifikate, wie zum Beispiel von Sprach- oder Computerkursen.

Muss ich meiner Bewerbung ein Deckblatt beilegen?

Ein Deckblatt ist keine Pflicht. Hier scheiden sich die Geister: die einen halten es für völlig überflüssig – die anderen freuen sich über einen schön gestalteten Einstieg in die Bewerbungsmappe.

Gerade, wenn du einen kreativen Beruf ergreifen willst, hast du hier die Chance, wichtige Punkte zu sammeln. Mach den Personaler neugierig auf dich und deine Bewerbung! 
Für das Deckblatt gibt es keine strengen Regeln. Du kannst ruhig etwas experimentieren (zum Beispiel mit Farben und Schriftgrößen), um dich von anderen Bewerbern abzuheben. Aber denk daran: Ein noch so schön gestaltetes Deckblatt wird dir nichts nützen, wenn du bei der restlichen Bewerbung dann nachlässt. Folgende Informationen könnten auf deinem Deckblatt stehen:

Wichtig ist, dass du dein Deckblatt sauber strukturierst und nicht mit zu vielen Informationen und Schnickschnack vollstopfst. Dafür hast du im Anschreiben und im Lebenslauf noch genügend Platz. Schreib lieber einen pfiffigen Satz, der dich und deine Motivation gut beschreibt und den Personaler neugierig macht. Vielleicht findest du ja ein passendes Zitat?

Muss ich meiner Bewerbung ein Foto beifügen?

Du musst deiner Bewerbung kein Foto beifügen. Das regelt in Deutschland das Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). So soll verhindert werden, dass du benachteiligt wirst, bloß weil dem Arbeitgeber sprichwörtlich „deine Nase nicht gefällt".

Trotzdem empfehlen wir dir, ein Foto mitzuschicken. Erstens ist es immer noch üblich und zweitens kann der Arbeitgeber sich einen ersten Eindruck von dir verschaffen: Deine Haltung, dein Blick in die Kamera, Kleidung, Frisur – hier kannst du direkt Sympathiepunkte sammeln. Dafür solltest du aber unbedingt ein geeignetes Foto auswählen. Am besten gehst du zu einem professionellem Fotografen, der weiß, wie er dich am besten in Szene setzt.

Wenn du deiner Bewerbung ein Deckblatt → beifügst, dann wird das Foto dort platziert. Ansonsten kommt es oben auf den Lebenslauf →, neben deine persönlichen Daten.

Die Bewerbung per Post – das solltest du wissen!

Viele Arbeitgeber erwarten nach wie vor eine „klassische" Bewerbungsmappe in Papierform, die du per Post verschickst. Dabei musst du einige wichtige Punkte beachten.

Was brauche ich für eine Bewerbung per Post?

Für eine erfolgreiche Bewerbung per Post ist eine ordentliche Bewerbungsmappe unbedingt Pflicht. Schließlich willst du ja nicht, dass deine Unterlagen durcheinander geraten oder – noch schlimmer – einzelne Dokumente verloren gehen.

Damit deine Bewerbungsmappe auch heil und sicher ankommt, brauchst du außerdem einen passenden Briefumschlag. Ideal ist ein DIN A4-Briefumschlag mit Sichtfenster. Wenn du dein Anschreiben nach DIN-Norm formatiert hast, ist die Adresse des Unternehmens im Fenster sichtbar. Wenn du einen Umschlag ohne Fenster benutzt, kannst du die Adresse entweder auf ein Klebeetikett oder direkt auf den Umschlag schreiben. Achte darauf, dass die Adresse gut lesbar und ohne Fehler ist!

Der Briefumschlag muss ausreichend mit einer Briefmarke frankiert sein. Je nach Gewicht kostet dich der Postversand zwischen 1,45 EUR und 2,60 EUR (Stand: 2018). Sicherheitshalber kannst du deine Bewerbung direkt bei der Post abgeben und die Briefmarke gleich dort aufkleben lassen.

Soll ich Kopien oder Originale meiner Zeugnisse verschicken?

Bei der Bewerbung per Post solltest du niemals Originale verschicken! Mach Fotokopien deiner Zeugnisse und Bescheinigungen und schick diese mit.
Wenn der Arbeitgeber es ausdrücklich wünscht, kannst du deine Zeugnisse beglaubigen lassen, zum Beispiel beim Schulsekretariat oder auch bei der Gemeindeverwaltung. Dort bestätigt man dir mit Unterschrift und Stempel, dass es sich wirklich um eine Kopie vom Original-Zeugnis (und nicht etwa um eine Fälschung) handelt.

Wo gehört das Bewerbungsfoto hin?

Falls du dich mit Foto bewerben möchtest, klebst du es auf die erste Seite deines Lebenslaufs. Schreibe sicherheitshalber deinen Namen und deine Telefonnummer auf die Rückseite. Sollte das Foto vom Lebenslauf abfallen, kann man es deiner Bewerbung schnell wieder zuordnen.

Die E-Mail-Bewerbung – alles, was du wissen musst!

Eine E-Mail-Bewerbung hat viele Vorteile: Sie ist günstiger, weil du keine teure Bewerbungsmappe kaufen und kein Porto bezahlen musst.

Sie ist außerdem umweltfreundlicher als eine klassische Bewerbung, die du über den Postweg verschickst. Per E-Mail kannst du auch schneller mehr Bewerbungen verschicken. Last but not least: eine E-Mail-Bewerbung kann beim Arbeitgeber auch schnell an andere Personen oder Abteilungen weitergeleitet werden.

So vielversprechend und gut das erst einmal für dich klingt: Manche Unternehmen bevorzugen trotzdem eine klassische Bewerbungsmappe in Papierform. Oft steht schon in der Stellenausschreibung, welche Bewerbungsform das Unternehmen wünscht. Falls du dir unsicher bist oder keine Informationen auftreiben kannst, ruf einfach den entsprechenden Ansprechpartner an oder frage freundlich per E-Mail nach!

Damit deine E-Mail-Bewerbung überzeugen kann, haben wir wichtige Tipps für dich zusammengestellt. Wir verraten dir, was du in deiner Bewerbungs-Mail schreiben solltest, wie dein Dateianhang aussehen sollte und vieles mehr.

Wie schreibe ich eine E-Mail-Bewerbung?

Im Grunde genommen ist eine E-Mail-Bewerbung nichts anderes als eine per Post verschickte klassische Bewerbungsmappe. Die eigentliche Bewerbung (also auch dein Anschreiben!) kommt dabei in den E-Mail-Anhang. In deinem E-Mail-Text beschreibst du in kurzen Worten dein Anliegen und verweist freundlich auf den Anhang. Auch bei einer E-Mail-Bewerbung solltest du die gute Form wahren – mit persönlicher Anrede und mit Grußformel. Natürlich musst du auch darauf achten, dass dir keine Rechtschreibfehler unterlaufen. 

Brauche ich für meine Bewerbung eine seriöse E-Mail-Adresse?

Unbedingt!!! Spaßige Mailadressen wie schnuckelchen@partytime.de oder killer@gamegambling.com sind absolut tabu. Am besten legst du dir bei einem der bekannten, seriösen E-Mail-Dienstleister (z.B. web.de, aol.com, t-online.de oder gmx.de) eine E-Mail-Adresse an, die aus deinem ausgeschriebenen Vor- und Nachnamen besteht: Vorname.Nachname@provider.de

Ansonsten könnte der Empfänger der E-Mail denken, dass die Bewerbung nicht ganz ernst gemeint ist, oder – noch schlimmer – deine Bewerbungsmail wird von einem Filter aussortiert und landet im Spam-Ordner.

Was schreibe ich in den Betreff meiner E-Mail-Bewerbung?

Auch für die Betreffzeile gilt: Der erste Eindruck zählt! Beim Blick in sein Postfach will der Personaler auf einen Blick sehen, was ihn erwartet. Auch später soll er anhand der Betreffzeile deine E-Mail-Bewerbung schnell wieder zuordnen können, ohne sie noch einmal öffnen zu müssen. Deshalb solltest du in deinem Betreff mindestens folgendes schreiben: „Bewerbung um eine Ausbildung zum XY [=Ausbildungsberuf]“.

Wenn du zusätzlich deinen Vor- und Nachnamen in der Betreffzeile angibst, weiß der Personaler gleich, mit wem er es zu tun hat. Außerdem bleibst du ihm so vermutlich besser im Gedächtnis.

Bei Online-Stellenausschreibungen wird oft eine Kennziffer oder Job-ID angegeben. Diese sollte dann ebenfalls im Betreff genannt werden.

Deine E-Mail-Bewerbung könnte zum Beispiel so aussehen:

Was muss ich beim Anhang in meiner E-Mail-Bewerbung beachten?

Deine Bewerbungsunterlagen verschickst du bei einer E-Mail- oder Online-Bewerbung im Anhang – und zwar als PDF. Denn PDF-Dateien können auf jedem PC geöffnet werden und behalten dabei ihre Formatierung. Außerdem ist die Gefahr, dass du einen Virus mitsendest, beim PDF viel geringer als bei allen anderen Dateiformaten.

Du kannst deine Bewerbungsunterlagen als einzelne PDF-Dateien mitschicken, oder alle Dokumente in einem einzigen PDF zusammenfassen. Die meisten Personaler sehen es aber gerne, wenn du zumindest die Scans deiner Zeugnisse und Bescheinigungen in einer PDF-Datei zusammenfügst. Sei beim Einscannen deiner Zeugnisse sorgfältig! Schiefe Seiten mit Schatten machen keinen guten Eindruck. Wenn du ein Bewerbungsfoto beifügen möchtest, dann solltest du es auf keinen Fall als Extra-Anhang versenden. Es gehört in den Lebenslauf.


Wichtig ist, dass du die PDF-Dateien eindeutig benennst, so dass der Empfänger sie gleich zuordnen kann. Stell dir vor, was für ein Durcheinander entstehen würde, wenn jeder Bewerber seine Datei nur mit „Bewerbung.pdf“ benennen würde! Im Dateinamen sollte also besser dein Name stehen und um welchen Inhalt es sich handelt, also z.B. „Max_Mustermann_Anschreiben.pdf“. Du kannst nun dein Anschreiben, deinen Lebenslauf und die Zeugnisse in deiner Mail hochladen – am besten in der Reihenfolge, in der du sie bei einer klassischen Bewerbungsmappe auch abheften würdest.

Achte bei deiner E-Mail-Bewerbung auf das Datenvolumen! Insgesamt sollte die Größe der Anhänge 3 MB nicht überschreiten. 

Im Internet findest du viele Tipps, wie du z.B. aus Word-Dateien ein PDF erstellst oder einzelne PDF-Dateien zusammenfügst. Google einfach mal nach, z.B. „PDF aus Word erstellen“ oder „PDF zusammenfügen“.