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Anschreiben / Bewerbungschreiben

Mach Werbung für dich als Azubi!

Wenn du deine Bewerbungsunterlagen zusammenstellst, wirst du wahrscheinlich die meiste Zeit mit dem Verfassen deines Anschreibens verbringen. Schließlich ist es das Erste, was dein zukünftiger Arbeitgeber zu sehen bekommt, wenn er deine Bewerbungsmappe aufschlägt. In wenigen Worten musst du auf den Punkt bringen, warum dein Chef gerade dich einstellen sollte.

Das Wichtigste zuerst:

  • Dein Anschreiben sollte nicht länger als eine DIN A4-Seite sein.
  • Dein Anschreiben darf keine Rechtschreibfehler enthalten.
  • Der Betreff deines Anschreibens muss klar und eindeutig sein.
  • Dein Anschreiben muss für jede Bewerbung und jedes Unternehmen individuell geschrieben sein.

Wie formatiere ich mein Anschreiben?

Wie formatiere ich mein Anschreiben?

Es gibt Richtlinien, wie eine Bewerbung aufgebaut sein sollte. Für Deutschland gibt es dafür sogar eine DIN-Norm (DIN 5008), die genau regelt, wie Geschäftsbriefe und Bewerbungen gestaltet werden sollten.

Wenn du die folgenden Vorgaben einhältst, kann eigentlich nichts schiefgehen:

  • Seitenränder: oben – 4,5 cm / unten und links – 2,5 cm / rechts: 2 cm
  • Textausrichtung: alles (außer dem Datum) linksbündig
  • Hervorhebungen: nur die Betreffzeile wird fett gesetzt, sonst nichts!
  • Schriftgröße: 11 oder 12 Punkt
  • Schriftart: Arial, Calibri, Cambria, Helvetica oder Times New Roman
    (Verspielte Schriftarten wie Comic Sans sind ein absolutes No-Go! Schau dir diese Beipiele an →)

Was gehört in den Briefkopf meines Bewerbungsschreibens?

Was gehört in den Briefkopf meines Bewerbungsschreibens?

Der Briefkopf deiner Bewerbung besteht aus drei Teilen: Deiner Absenderadresse, der Anschrift des Ausbildungsbetriebs sowie Ort und Datum.

Du beginnst mit deiner Absenderadresse, oben linksbündig:

  • 1. Zeile: Dein Vor- und Nachname
  • 2. Zeile: Straße und Hausnummer
  • 3. Zeile: Postleitzahl und Ort
  • 4. Zeile: Telefonnummer
  • 5. Zeile: E-Mail-Adresse

Danach folgen vier Leerzeilen und dann der Name und die Anschrift des Unternehmens. Vergiss nicht den Ansprechpartner bzw. einen Adresszusatz wie „Personalabteilung", damit deine Bewerbung an der richtigen Stelle landet!

In die nächste Zeile schreibst du deinen Wohnort und das Datum und setzt beides rechtsbündig.

Der Betreff folgt mit zwei Zeilen Abstand und wird fett gedruckt. Hier nennst du den Grund deines Schreibens, also z.B. „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als…". In einer zweiten Zeile kannst du noch ergänzen, wie du von dem Ausbildungsangebot erfahren hast. (Diese Zeile nicht fett setzen!)

Anschließend fügst du noch einmal zwei Leerzeilen ein und schreibst dann die Anrede, also „Sehr geehrter Herr XY," oder „Sehr geehrte Frau XY,". Nur wenn du wirklich keinen Ansprechpartner finden kannst, reicht als Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren,“, aber das solltest du – so gut es geht – vermeiden. Nach der Anrede wird immer ein Komma gesetzt und eine weitere Leerzeile eingefügt, bevor du schließlich mit dem ersten Satz deines Anschreibens beginnst.

Hier findest du ein Muster für einen Briefkopf →

Wie formuliere ich den ersten Satz?

Wie formuliere ich den ersten Satz?

Die meisten Bewerber tun sich schwer, wenn es darum geht, den ersten Satz zu formulieren. Dabei ist dieser Satz besonders wichtig. Schließlich soll der Personaler, der dein Bewerbungsschreiben liest, neugierig werden, damit er sich auch den Rest deiner Bewerbung und den Lebenslauf anschaut. Beginne deinen Brief nicht mit langweiligen Sätzen wie „hiermit möchte ich mich für eine Ausbildung als … bewerben."

Fang das Anschreiben lieber mit deinen Stärken an oder erzähle, was dich besonders macht und von anderen abhebt. Zum Beispiel:

„ich bin die allerbeste Shopping-Begleiterin – das sagen zumindest meine Freundinnen. Deshalb bewerbe ich mich um die Ausbildungsstelle als Kauffrau im Einzelhandel, die Sie auf Ihrer Website ausgeschrieben haben. …"

 „bei meinem Praktikum in einem großen Medienhaus habe ich meine Leidenschaft für die Gestaltung digitaler Produkte entdeckt. Jetzt habe ich in „Talente gesucht" gelesen, dass Sie ab  August 2022 einen Ausbildungsplatz als Mediengestalter anbieten, um den ich mich gerne bewerben möchte. …"

„schon im Alter von zwölf Jahren habe ich für meinen Onkel eine kleine Hochzeitstorte gebacken. Marzipan, Pralinen, Kuchen – ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mit leckeren Naschwaren anderen eine Freude zu machen. Deshalb bewerbe ich mich für den Ausbildungsplatz als Konditorin, den Sie …" 

Was gehört in den Hauptteil meines Bewerbungsschreibens?

Was gehört in den Hauptteil meines Bewerbungsschreibens?

Im ersten Absatz erklärst du, wie du auf den Ausbildungsplatz aufmerksam geworden bist und warum du dich gerade für diesen bewerben möchtest. Falls du bereits persönlichen Kontakt in Form eines Telefonats oder eines Gesprächs auf einer Jobmesse hattest, dann ist hier die Gelegenheit darauf hinzuweisen.

Jetzt wird es Zeit, dich selbst ins Scheinwerferlicht zu stellen.
 

Im zweiten Absatz sagst du, was du gerade machst. Gehst du noch zur Schule? Wann und mit welchem Abschluss wirst du diese beenden? Dann solltest du deine Stärken schildern – und zwar am besten die, die für den Ausbildungsplatz gefordert sind. Erkläre, wieso du mit deinen Fähigkeiten besonders geeignet für die Stelle bist. Mach Werbung für dich, zum Beispiel mit Formulierungen wie:

„Erste Erfahrungen für die Arbeit als Kauffrau im Einzelhandel konnte ich schon im Rahmen meines BORS-Praktikums bei der Warenhaus GmbH & CO KG sammeln. …"

„Seit zwei Jahren leite ich die Computer-AG an unserer Schule. Außerdem habe ich gemeinsam mit einem Freund eine App programmiert. …"

„Als Kapitän unserer Handballmannschaft weiß ich, wie wichtig gute Teamarbeit ist. …"

Am Ende dieses zweiten Absatzes schreibst du, warum du die Ausbildung machen möchtest, zum Beispiel:

„Mein Wunsch, Zerspanungsmechanikerin zu werden, hat sich durch meine Erfahrung während des Praktikums bestärkt. Präzises Arbeiten liegt mir sehr und mir gefällt, dass ich sowohl im Büro am Computer wie auch in der Werkstatt arbeiten kann."
 

Im dritten Absatz solltest du noch einmal auf das Unternehmen eingehen. Warum willst du gerade dort die Ausbildung machen? Am besten liest du dir die Stellenbeschreibung genau durch. Dort steht meistens, was dir das Unternehmen bietet, zum Beispiel eine persönliche Betreuung durch Ausbildungspaten, gute Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten, Auslandsaufenthalte …

 

Wie schließe ich mein Bewerbungsschreiben ab?

Wie schließe ich mein Bewerbungsschreiben ab?

Zu guter Letzt zeigst du deinen Wunsch, einen persönlichen Kontakt herzustellen und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu bekommen. Du kannst dem Unternehmen auch anbieten, ein Praktikum zu machen. Das formulierst du zum Beispiel so:

„Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch."

„Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Vorstellungsgespräch von meinen Fähigkeiten."

Das Anschreiben wird mit der gängigen Grußformel„Mit freundlichen Grüßen" abgeschlossen. Mit zwei Leerzeilen Abstand folgt die Unterschrift. Falls du dich online oder per E-Mail bewirbst, kannst du einfach deinen Namen eintippen. Noch besser sieht es natürlich aus, wenn du deine Unterschrift einscannst und als Bild einfügst.

Es ist üblich mit dem Zusatz „Anlagen" auf die beigefügten Seiten (Lebenslauf, Zeugnisse, …) hinzuweisen. Das Wort „Anlagen" steht mit einem Abstand von zwei weiteren Leerzeilen unter deinem Namen bzw. deiner Unterschrift, ganz unten auf der Seite.

Hier findest du ein Muster für den Abschluss deines Bewerbungsschreibens →